Hygienemanagement

Entsprechend den  Anforderungen der Verordnung der Sächsischen Staatsregierung über die Hygiene und Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen (SächsMedHygVO) , des Infektionsschutzgesetzes sowie den Richtlinien des Robert-Koch-Instituts ist der Leitende Chefarzt verantwortlich für die Sicherstellung der Krankenhaushygiene im Gesamtbereich des Krankenhauses.

Das Hygiene-Team unserer  Klinik besteht aus dem externem Krankenhaushygieniker, dem hygienebeauftragtem Arzt, der Fachkraft für Hygiene und Infektionsprävention mit Zusatzausbildung zum staatlich geprüften Desinfektor und den weitergebildeten Hygienebeauftragten in der Pflege auf jeder Station und Funktionsbereich.

Hygienefachkraft
staatl. geprüfte Desinfektorin

Frau Beate Seher
Tel.: (+49) 035891 42-219
Fax: (+49) 035891 42-170
E-Mail: beate.seher@klinik-rothenburg.de


Jährliche interne und externe Begehungen zur Hygienequalität der Stationen und der Funktionsbereiche, wie OP oder Sterilisationsabteilung, dienen der ständigen Verbesserung der Hygiene sowie der Risikominimierung in allen relevanten Bereichen des Krankenhauses.

Für den Infektionsschutz von Patienten ist die Händedesinfektion von zentraler Bedeutung. Alle Mitarbeiter werden regelmäßig in der Händehygiene geschult. Für jede Station wird der jährliche Verbrauch des Händedesinfektionsmittels erfasst.

Aufgabengebiete
  • Durchsetzung von Qualitätssicherungsmaßnahmen der Krankenhaushygiene und Infektionsprävention gemäß den Richtlinien des Robert-Koch- Institutes.
  • Entwicklung, Sicherstellung und Überwachung der Hygienestandards
  • Erstellung, Fortschreibung und Überwachung von Hygiene- und Desinfektionsplänen
  • Datenerhebung zur Erfassung von nosokomialen Infektionen, sowie deren Aufbereitung und Darstellung
  • Beratung der Mitarbeiter zu hygienerelevanten Themen und Durchführung von Schulungsmaßnahmen für medizinisches und Servicepersonal
  • Festlegung von Desinfektionsmaßnahmen, Überwachung von Pflegetechniken und hygienerelevanten Arbeitsabläufen
  • Durchführung von Hygienevisiten und mikrobiologischen Kontrolluntersuchungen
  • Regelmäßige Begehungen hygienerelevanter Bereiche der Klinik
  • Begleitung von aktuellen Baugeschehen aus hygienischer Sicht
MRSA-Screening

Patienten mit einem (nach den Vorgaben der Richtlinie des Robert-Koch-Instituts) erhöhten Risiko, mit einem multiresistenten Staphylococcus aureus (MRSA) besiedelt zu sein, wird gescreent. Dadurch können MRSA-Träger rasch identifiziert und entsprechend isoliert und behandelt werden.

Hygiene und Sauberkeit

Team Reinigung

Unser hauseigenes Reinigungspersonal ist dem Krankenhaus sehr verbunden und stellt sich motiviert der Herausforderung, das Risiko von nosokomialen Infektionen und die Verbreitung von Krankenhauskeimen in Patientenzimmern zu reduzieren. So erfolgt die Reinigung der Patientenzimmer und Nasszellen nach einem exakt vorgeschriebenen Ablauf, um höchsten Hygienemaßstäben gerecht zu werden. Durch die regelmäßige und gezielte Flächenreinigung/Desinfektion wird die Infektionskette unterbrochen und die Übertragung von Krankheitserregern minimiert.

Wie wird Ihr Zimmer gereinigt?
  • Die Reinigung im Krankenhaus ist grundsätzlich in allen patientennahen Bereichen desinfizierend, d.h. dem Wasser ist ein Desinfektionsmittelzusatz beigemischt.
  • Zur Fußbodenreinigung werden Wischbezüge genutzt, die mit einem Reinigungskonzentrat vorgetränkt sind. Jeder Wischbezug reicht für ein Patientenzimmer. Für das Badezimmer wird ein neuer Wischbezug verwendet.
  • Unser Reinigungskonzept für Bad, WC und Patientenzimmer sieht vor, dass wir drei unterschiedlich farbige Tücher nutzen: rot ausschließlich für das WC, gelb für Fliesenwände und Wachbecken, blau für Oberflächen im Patientenzimmer
  • Eine spezielle Falttechnik sorgt dafür, dass ein Reinigungstuch durch einfaches Wenden mehrmals genutzt werden kann – immer eine neue, ungenutzte Seite pro Fläche. Genauso wie bei den Wischbezügen werden die Tücher aber immer nur in einem Patientenzimmer verwendet.

Alle Reinigungstücher und Wischbezüge werden nach einmaligem Gebrauch mit einem speziellen und desinfizierenden Waschverfahren in Industriewaschmaschinen gereinigt.

Aktion "Saubere Hände"

Die Fachklinik für Orthopädie hat im Rahmen der "Aktion saubere Hände" erfolgreich Maßnahmen und Qualitätsstandards zur Verbesserung der Händedesinfektion umgesetzt und wurde mit dem "Bronze Zertifikat" ausgezeichnet.

Über die "Aktion Saubere Hände"

Was ist die "Aktion Saubere Hände"?

Die "Aktion Saubere Hände" ist eine nationale Kampagne zur Verbesserung der Compliance der Händedesinfektion in deutschen Gesundheitseinrichtungen. Sie wurde am 1. Januar 2008, mit Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit, vom Nationalen Referenzzentrum für Surveillance nosokomialer Infektionen (NRZ), dem Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. (APS) sowie der Gesellschaft für Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen (GQMG) ins Leben gerufen.

Seit Juni 2011 ist es möglich als Krankenhaus oder Rehabilitationsklinik ein Zertifikat über die Teilnahme an der "Aktion Saubere Hände" zu erwerben. Ziel ist es, mit dem Zertifikat die Teilnahme und die Qualität der Umsetzung, sowie das Niveau der erreichten Veränderungen abzubilden.

Was sagen die Staffelungen Bronze, Silber und Gold aus?

Um die unterschiedlichen Niveaus tatsächlich darstellen zu können, ist das Zertifikat in drei Stufen gestaffelt – Bronze, Silber und Gold. Diese Staffelung erfordert eine detaillierte Datenanalyse.

Mehr Informationen zur Aktion erhalten Sie hier.

Infektionserfassung

Das Orthopädische Zentrum MUH Rothenburg gGmbH nimmt seit 2011 am „Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System“ (KISS) in den Rubriken Hand KISS und OP-KISS teil, dass am „Nationalen Referenzzentrum für Surveillance von nosokomialen Infektionen“ (NRZ; Charité Berlin) begründet wurde. Durch die Teilnahme an diesem Erfassungssystem überprüfen wir unsere Hygienequalität nach den Vorgaben wissenschaftlich gesicherter Kriterien. Durch die Transparenz der erhobenen Daten erhalten wir eine klare Positionierung unserer Infektionsraten im Vergleich zu anderen Krankenhäusern.

Weitere Informationen erhalten Sie hier